So bereitest du dich auf deine Session vor

Ich habe mir gedacht, ich nehme euch einfach mal ein bisschen mit und zeige, wie ich mich auf einen Studio-Tag vorbereite. Denn ganz ehrlich: Für mich hat eine gute Performance nicht nur etwas mit Talent zu tun, sondern vor allem mit Vorbereitung, Routine und dem richtigen Gefühl. Ich verlasse mich nicht darauf, dass es einfach irgendwie klappt – ich versuche, mich so gut vorzubereiten, dass ich im entscheidenden Moment loslassen und einfach performen kann.

Für mich beginnt ein Studio-Tag nicht erst dann, wenn ich das Studio betrete. Ehrlich gesagt fängt er schon viel früher an – nämlich in dem Moment, in dem ich weiß, dass ich einen Song recorden werde. Ich habe mit der Zeit gemerkt, dass ich mich im Studio nur dann wirklich fallen lassen kann, wenn ich mich vorher gut vorbereitet habe. Und genau das ist mir wichtig: dass ich mich beim Aufnehmen nicht stressen muss, sondern mich ganz auf den Song und das Gefühl konzentrieren kann. Obwohl ich damals leider nicht immer so war….

Das Allerwichtigste ist für mich ganz klar: üben. Ich gehe nicht gerne mit halber Sicherheit ins Studio. Ich höre mir meinen Song mit meiner Demo vorher oft an, singe ihn immer wieder durch und achte darauf, dass ich wirklich drin bin. Gerade bei Songs, die emotional sind, hilft es mir total, wenn ich mich schon vorher mit jeder Zeile verbunden habe. Ich will beim Recorden nicht mehr groß überlegen müssen, sondern die Emotions fühlen und rüberbringen.

Was für mich auch immer dazugehört, ist meine Gesangstechnik im Studio. Sobald aufgenommen wird, achte ich nochmal anders auf meine Stimme. Seitdem ich „certified“ bin versuche ich bewusst auf meine Atmung, Aussprache und darauf, wie ich die Töne setze zu achten. Sind die Vokale richtig modifiziert, welche Harmnies können noch rein? Im Studio hört man einfach alles, auch die kleinsten Dinge. Deshalb ist es für mich wichtig, nicht nur mit Gefühl zu singen, sondern auch technisch sauber zu bleiben. Am schönsten ist es natürlich, wenn beides zusammenkommt.

Ein weiterer Punkt, der für mich super wichtig ist: Ich möchte die Lyrics auswendig können. Nicht unbedingt, weil ich sie dann gar nicht mehr vor mir haben will, sondern weil ich den Song wirklich verinnerlicht haben möchte. Trotzdem lasse ich die Lyrics beim Recorden meistens vor mir (mit meinen Notizen voller Ergänzungen haha) liegen. Einfach, damit ich mich sicher fühle. Aber ich versuche, nicht daran festzuhängen. Mein Fokus liegt viel mehr auf dem Gefühl, auf dem Moment und darauf, einen Take einzusingen, der echt ist. Für mich ist ein perfekter Take nicht der, der nur technisch richtig ist, sondern der, der auch etwas auslöst.

Was ich auch gelernt habe: Pausen sind wichtig. Früher wollte ich oft einfach nur durchziehen, egal was ist. Heute weiß ich, dass kleine Pausen manchmal genau das sind, was man braucht, damit die Stimme und auch der Kopf wieder kurz runterkommen. Trotzdem versuche ich, im Flow zu bleiben und nicht rauszukippen. Ich glaube, genau darin liegt die Balance: sich Pausen erlauben, aber trotzdem dranbleiben und durchziehen. UUUnd Kaffee!!!

xx

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